Danzig - Sehenswürdigkeiten, Attraktionen — Hotels Danzig
Danzig Polen
Danzig ist eine Hafen- und ehemalige Hansestadt in Polen. Sie liegt westlich der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern. Danzig war bedeutendes Mitglied der Hanse und nahm seit 1361 an den Hansetagen teil. Es blieb bis zum letzten Hansetag im Jahr 1669 Teil der Hanse, die jedoch ab Ende des 15. Jahrhunderts immer unbedeutender wurde. Zusammen mit Elbing und Thorn war Danzig die führende preußische Hansestadt.
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Übernachten / Hotels in Danzig
Holland House Residence
Dlugi Targ 33/34
Zwischen dem Neptunbrunnen und dem Grünen Tor gelegen bietet das Holland House Residence Unterkunft im Boutique-Stil, im Herzen der Stadt Danzig. Dank der zentralen Lage der Residence gelangen Sie schnell und bequem in die schöne Altstadt und zu allen Sehenswürdigkeiten. Das Hotel befindet sich in der Nähe zahlreicher schöner, enger Gassen mit Galerien, Geschäften und Straßentheatern.
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Technisches Bauwerk / -Denkmal

Krantor
© Rafal Konkolewski, de.wikipedia.org
Krantor
der größte Hafenkran des Mittelalters steht heute noch an der Mottlau. Er diente früher zum Be- und Entladen von Schiffen und auch zum Setzen von Segelmasten. Doch war das Krantor auch ein außergewöhnliches Stadttor. Im Inneren ist heute noch der rekonstruierte und noch arbeitende Antrieb zu sehen: ein riesiges hölzernes Rad, das durch die Kraft der Beinmuskeln von im Radinneren laufenden Männern angetrieben wurde. Gegenwärtig ist das majestätische Krantor eine hervorragende Umrahmung für die Ausstellungsstücke des Zentralen Meeresmuseums. Dieses Museum hat auch eine große Ausstellungsfläche in einem der auf der anderen Seite der Mottlau, auf dem Bleihof, liegenden Speicher.
Bauwerke

Altstädtisches Rathaus
© Brosen, de.wikipedia.org
Altstädtisches Rathaus
das malerische fast zerbrechlich wirkende Backsteingebäude mit seinem spitzen Turm ist ein besonders deutliches Beispiel für den niederländischen Manierismus in der Architektur der Stadt. In Danzig gab es einst zwei voneinander getrennte Sitze des Stadtrates und damit auch zwei Rathäuser: das Altstädtische Rathaus und das Rechtstädtische Rathaus. Im Altstädtischen Rathaus war Jan Hevelius, der bekannte Astronom und Bierbrauer zuerst als Schöffe und dann als Ratsherr tätig. Außer der sehr interessanten Innenausstattung, der mit allegorischen Malereien aus dem 17. Jahrhundert geschmückten Decke aus dem 17. Jahrhundert, der reichgeschmückten Wendeltreppe ist auch das Eingangsportal beachtenswert. Dieses Portal schmücken personifizierte, Grimassen schneidende Untugenden und lächelnde Tugenden. Im Altstädtischen Rathaus hat das Baltische Kulturzentrum Danzig seinen Sitz.

Artushof
© Gabriela Gremske, de.wikipedia.org
Artushof
der einstige Sitz der Kaufmannsbrüderschaften (den sogenannten „Bänken“), der vermögenden Patrizier und Handwerker knüpft an die legendäre runde Tafel des Königs Artus an.
Im alten Danzig war der Artushof Zentrum des öffentlichen Lebens und des Handels. Die Versammlungen der Danziger fanden unter den wachsamen Augen der gewaltigen, das Stadtwappen haltenden Danziger Löwen, dem Schirmherrn der Kaufleute Merkur, den Personifizierungen von Gerechtigkeit und Macht und der großzügigen Fortuna statt. Im Inneren schmücken den Artushof zahlreiche Gemälde, Schiffsmodelle, Wandtäfelungen, Rüstungen und auch der größte Renaissance- Kachelofen der Welt (über 10 m hoch). Auf den reichgeschmückten Ofenkacheln sind die Porträts der derzeitigen europäischen Herrscher, Wappen und Symbole der Tugenden und Planeten dargestellt.

Festungskranz und Leuchtturm
© Tomasz Sienicki, de.wikipedia.org
Festung Weichselmünde
der Anfang eines der größten erhalten gebliebenen architektonischen Militär-Denkmäler reicht bis ins 15. Jahrhundert. Mehrmals wurde diese Befestigungsanlage umgebaut und schützte über Jahrhunderte den Zugang zur Polnischen Republik. Die Festung ist ein wertvolles Denkmal der maritimen Geschichte Polens. Von hier aus stach 1627 die polnische Flotte in See zum Kampf gegen die Schweden, über die sie in der Schlacht bei Oliva den Sieg errang. Die siegreichen Schlachtschiffe wurden bei ihrer Rückkehr mit Kanonenböllern von den Bastionen und von der über der Festung wehenden roten Flagge mit dem weißen Adler begrüßt.
Fort
eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stadt spielten diese einmaligen Baudenkmäler der Militär-Architektur. Diese Befestigungsanlagen auf dem Gebiet des heutigen Kulturparks Stadtbefestigungen der Festung Danzig stammen aus dem 17. Jahrhundert. Sie stehen in engem Zusammenhang mit der berühmten Belagerung Danzigs durch das russische Heer im 18. Jahrhundert, die mit einem spektakulären Sieg der Verteidiger der Stadt endete, und auch mit dem Angriff der Stadt durch das napoleonischen Heer unter der Leitung des Marschalls Lefebvre im Jahr 1807. Bonaparte selbst, der sagte, dass „Danzig der Schlüssel zu Allem“ sei, trug zur Modernisierung der Forts und zum Bau einer gewaltigen Geschützstellung mit Kasematten, dem sogenannten Napoleon-Fort.
Gebäude der Polnischen Post
das ehemalige Heereslazarett aus dem Jahre 1844, das seit 1925 als Sitz der Post- und Telegrafendirektion der freien Stadt Danzig diente. Dieses Gebäude ging in die Geschichte ein, als im September 1939 die Verteidigung der Polnischen Post tragisch endete. Heute beherbergt das Gebäude das Museum der Polnischern Post, in dem Ausstellungsstücke die Geschichte der Post in Danzig und die Entwicklung des Fernmeldewesens verdeutlichen und auch an die heldenhafte Verteidigung des Gebäudes erinnern. In der Nähe des Gebäudes steht das sehr ausdrucksvolle Denkmal für die Verteidiger der Polnischen Post. Ein weiterer Ort der Erinnerung an die Ereignisse vom September 1939 ist auch der Friedhof in Saspe und das dort stehende Denkmal für die Opfer des Faschismus.
Goldenes Haus
eines der schönsten Danziger Häuser steht am Langen Markt. Gebaut wurde es für den Danziger Bürgermeister Johannes Speymann, einem reichen Kaufmann und Kunstliebhaber, und dessen Frau Judith von Bahrow. Das Haus entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Die Legende besagt, dass mitunter in den Fluren des Hauses der Geist der schönen Judith flüstert: “Übe Gerechtigkeit, fürchte dich vor niemanden.“

Die Fassade des Zeughauses am Kohlenmarkt
© Stanislaw Kosiedowski, de.wikipedia.org
Großes Zeughaus
das gewaltige Gebäude in der Nähe des Vortors ist eines der hervorragendsten Beispiele für den niederländischen Manierismus in Danzig. Reich geschmückt und reich an Ornamenten sind die beiden Fassaden von der Seite des Kohlenmarkts und von der Seite der Großen Wollwebergasse. Einst beherbergte das Gebäude Kanonen, Kanonenkugeln, Waffen. Heute ist im Erdgeschoss ein Handelszentrum und untergebracht. In den oberen Stockwerken hat die Kunstakademie ihren Sitz.

Das Grüne Tor
© Pumeks, de.wikipedia.org
Grünes Tor
das im manieristischem Stil in den Jahren 1568 – 1571 von den Baumeistern Regnier aus Amsterdam und Hans Kramer aus Dresden errichtete Grüne Tor war ürsprünglich als Besuchsresidenz für die Gdansk besuchenden Monarchen vorgesehen. Doch erfüllte dieses Gebäude nur einmal seine Aufgabe, als nämlich 1646 Maria Ludwika Gonzaga auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit König WΠadysΠaw IV. in Frankreich hier Halt machte. Heute gehört das Tor zum Nationalmuseum und dient als Ausstellungsgebäude. Auch ist hier das Büro des Friedens-Nobelpreisträgers Lech Walensa, dem ersten Präsidenten der III. Polnischen Republik, untergebracht.

Der Drachentöter
© Pplecke, de.wikipedia.org
Hof der St. Georg Schützenbruderschaft
die im mittelalterlichen Gdansk älteste St. Georgs-Brüderschaft hielt ihre Zusammenkünfte zuerst im Artushof ab. In den Jahren 1487 –1494 erhielt sie ihren eigenen, im derzeit modischen flamischen Stil errichteten Sitz neben dem Langgassertor.

Hohes Tor
© Artur Andrzej, pl.wikipedia.org
Hohes Tor
das reichgeschnitzte steinerne Stadttor aus dem 16. Jahrhundert ist der Anfang des Königsweges. Die anreisenden gekrönten Häupter begrüßten außer den Danzigern auch die Wappen von Polen, Danzig und Königspreußen. Und vor allem die mahnende Inschrift: „Gerechtigkeit und Gottesfürchtigkeit sind die Grundlagen aller Königreiche“.

Die Westseite des Langgassertores
© Mathiasrex, de.wikipedia.org
Langgassertor
das zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtete Tor in Form eines Triumphbogens mit zwei übereinander angebrachten Säulenreihen war der Eingang zur Langgasse. Durch dieses Tor fuhren einst Monarchen mit ihrem Gefolge in die Stadt. Hoch oben auf dem Tor stehen steinerne Figuren, die die Werte symbolisieren, die für die Danziger über Jahrhunderte Bedeutung haben: Frieden, Freiheit, Reichtum, Ruhm, Eintracht, Gerechtigkeit, Gottesfürchtigkeit und Vernunft. In der Langgasse wohnten einst die vermögendsten und einflussreichsten Bürger der Stadt. Heute ist die Langgasse eine beliebte Fußgängerzone, an der die Bürgerhäuser mit ihren imponierenden Fassaden und ihrem Formenreichtum und ihrer Originalität die Blicke auf sich ziehen.
Neues Schöffenhaus
an den Artushof schließt sich das Neue Schöffenhaus an, dessen Innenräume, die sogenannte Danziger Diele, früher repräsentativer Salon der Danziger Patrizier, geschmückt sind mit Kunstwerken des Danziger und niederländischen Handwerks. Aus dem Fenster des Neuen Schöffenhauses sieht jeden Tag um 13.00 Uh die schöne Jungfrau Hedwig. Dieses Danziger Bürgermädchen wurde im 17. Jahrhundert dort von ihrem Onkel eingeschlossen. Sie ist die Hauptfigur des romantischen Romans „Das Mädchen im Fenster“, den 1891 Jadwiga ¸uszczewska (Deotyma) schrieb und der von Generationen von Polen gelesen wurde. Bei jedem Besuch in Danzig hielten die Leser Ausschau nach dem Fenster und nach dem „Mädchen im Fenster“.

Das Rechtstädtische Rathaus heutzutage
© Esbi, de.wikipedia.org
Rechtstädtisches Rathaus
einst war dieses imponierende Bauwerk aus dem Ausklang des 13. Jahrhunderts Sitz des Rates der reichen und mächtigen Stadt Danzig. Erbaut im Stil des niederländischen Manierismus und der reichen Innenausstattung war das Rathaus Ausdruck für den Reichtum und die Position der Stadt. Die große Ratsstube, auch Roter Saal genannt, ist eine der schönsten neuzeitlichen Rathausräume. Die decke zieren 25 symbolische Gemälde von Isaak van den Blocke. Das berühmteste Bild ist die „Danziger Apotheose“. Vom Rathausturm aus klingen die Glocken eines der Danziger Glockenspiele, eine Kopie des Originals aus dem 17. Jahrhundert, weit über die Dächer der Stadt. Im Gebäude hat das Museum für Geschichte der Stadt Danzig ihren Sitz.
Vortor Langgasse
die Bebauung zwischen dem Hohen Tor und der Langgasse stammt aus der Gotik und Renaissance und gehörte einst zu den Befestigungsanlagen der Stadt. Hoch erheben sich zur Warnung die Peinkammer, wo früher Verurteilte öffentlich hingerichtet wurden, und der Stockturm mit den Überresten des Prangers, der als Stadtgefängnis im 17. bis 19. Jahrhundert diente. Im historischen Turm sind die Schätze des „Danziger Goldes“ aufbewahrt – die wertvolle Sammlungen des in Polen einmaligen Bernsteinmuseums.
Denkmäler

Das Westerplatte-Denkmal
© Topory, de.wikipedia.org
Denkmal der Verteidiger der Westerplatte
in Danzig nahm am 1. September 1939 um 4.45 Uhr mit den Schüssen des Panzerkreuzers „Schleswig-Holstein“ der Zweite Weltkrieg seinen Anfang. Der heldenhafte Kampf der 182 Mann starken Wachgruppe der Westerplatte unter dem Kommando von Major Henryk Sucharski wurde zum Symbol des polnischen Widerstandes gegen die Hitler-Aggression. Zu Ehren und zum Gedenken an die Verteidiger der Westerplatte wurde ein steinernes Monument errichtet, das an der Hafeneinfahrt steht. In seiner Form erinnert es an ein riesiges, in die Erde gerammtes Schwert. In der nahen Wache Nr. 1 erinnert eine Ausstellung an die Ereignisse von 1939.

Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter und Haupttor der Danziger Werft
© DerHexer, de.wikipedia.org
Denkmal für die Werftarbeiter
die majestätischen drei Kreuze mit den Ankern, dem Symbol der Hoffnung, erinnern an die Opfer der Streiks im Dezember 1970. Die Möglichkeit der Errichtung eines Denkmals am Eingangstor zur Werft war eine der wichtigsten Forderungen der streikenden Arbeiter der Danziger Werft im August 1980. Die Kreuze, die von den Werftarbeitern selbst aus nichtrostendem Stahl gefertigt wurden, haben eine Höhe von 42 Metern und wiegen fast 40 Tonnen. An ihrem Fuß legen alle offiziellen Delegationen, die Danzig besuchen, Blumen nieder.
Millenium-Kreuz
das sich an der Bastion Jerusalem im Fort erhebende Kreuz ist schon vom Meer aus über der Stadt Danzig zu sehen. Errichtet wurde es zum Gedenken an das zweitausendjährige Jubiläum des Christentums, an die Taufe der Danziger durch den Heiligen Adalbert vor Tausend Jahren und an das Tausendjährige Jubiläum der Stadt Danzig im Jahr 1997.
Kirchen, Klöster, Moscheen, Synagogen, Tempel

Die Katharinenkirche
© Brosen, de.wikipedia.org
Katharinenkirche
die Anfänge der ältesten Pfarrkirche in der Altstadt reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Innenwände sind geschmückt mit Gemälden von Anton Möller und Isaak van den Blocke. Auch ist in der Kirche Grab der berühmten Astronomen Hevelius. Im 76 Meter hohem Kirchturm befindet sich ein Glockenspiel, das eine Kopie des Instruments aus dem 16. Jahrhundert ist. Der den Kirchturm schmückende Turmhelm, die „Krone der Stadt“, nach einem Entwurf von Jakob van den Blocke zieht schon von weitem die Blicke der Besucher an. Neben der Katharinenkirche steht die aus dem 14./15. Jahrhundert stammende Brigittenkirche. Diese Kirche bot im August 1980 während der großen Streiks den Streikenden Arbeitern Schutz und diente als Treffpunkt der antikommunistischen Opposition. Gegenwärtig wird in der Kirche ein großer Bernsteinaltar errichtet. Auch noch weitere Kirchen in Danzig verdienen einen Besuch, wie zum Beispiel die Johanniskirche, die Elisabethkirche, die Josephkirche, die Peter- und Paulkirche und auch die dreischiffige Trinitatiskirche mit ihren schönen Giebeln.

Marienkirche
© Bazylika Mariacka, de.wikipedia.org
Marienkirche
die vor über 150 Jahren erbaute Marienkirche ist die größte Backsteinkirche in Europa. Ihr gotisches Inneres mit den herrlichen Sterngewölben beherbergt unzählige Kunstwerke aus dem Mittelalter und dem Barock, u.a. den reichverzierten Hauptaltar von Michael Schwarz aus Augsburg, die steinerne Pieta aus der Zeit um 1410, die Kopie des Gemäldes von Hans Memling „Das letzte Gericht“, die berühmte astronomische Uhr. Die hervorragende Akustik der strengen asketischen Mauern der Kirche verstärkt den hervorragenden Klang der Barockorgel. Vom 82 Meter hohem Kirchturm mit seinem flachen Dach, der sich hoch über die Häuser erhebt, bietet sich ein atemberaubender Anblick der Stadt. Fast 400 Stufen muss man steigen, um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Neben der Kirche, etwas in ihrem Schatten, steht die vom polnischen König Jan III. Sobieski gestiftete Königskapelle (14) mit ihrer originellen Fassade und den drei charakteristischen Kuppeln aus dem Barock.

Der Dom zu Oliva
© M.Minderhoud, de.wikipedia.org
Dom zu Oliva
Oliva, ein stiller, durch seine schöne Lage inmitten von dichten Laubwäldern des Landschaftsparks bezaubernder Danziger Stadtteil wurde schon von Alexander von Humboldt als einer der drei schönsten Orte der Welt beschrieben. In Oliva liegt der sorgfältig gepflegte Park des ehemaligen Zisterzienserklosters, der vom berühmten Gartenarchitekten Andre La Notre entworfen wurde. Ein Spaziergang durch die alten baumbestandenen Allee führt zum Dom von Oliva. Diese von den Zisterziensern im 13. Jahrhundert mit dem Grundriss eines Kreuzes errichtete gotische Kirche hat eine Länge von 107 Metern und ist damit die längste Kirche in Polen. Sie beherbergt unzählige Kunstwerke wie den Hauptaltar aus dem Barock und 20 Seitenaltäre, eine Kanzel aus dem Rokoko, reichverziertes Gestühl, Renaissance-Porträts von Personen, die sich um das Kloster und die Kirche verdient gemacht hatten. Schmuckstück der Kirche ist jedoch die berühmte Orgel aus dem Rokoko, die von Johann Wulf und Friedrich Rudolf Dalitz erbaut wurde. Die Orgel bezaubert durch ihren einmaligen Klang, der als Echo von den hohen Kirchenmauern die Zuhörer fasziniert. Eine Besonderheit dieser Orgel sind die beweglichen Dekorationen – sich drehende Sterne, Trompeten und Engelsglocken.

Innenraum der Nikolaikirche
© DerHexer, de.wikipedia.org
Nikolaikirche
die älteste Danziger Kirche, deren Entstehungszeit bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, überstand den Krieg als einzige Kirche in Danzig. Die dreischiffige gotische Kirche hat eine besonders reiche Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert und einen Orgelprospekt von sehr hoher Klasse. Sie Jahrhunderten gehört die Kirche dem Dominikanerorden, der von Fürst Âwi´topeΠk nach Danzig berufen wurde. Im Jahr 1260 erteilte Papst Alexander IV. den Dominikanern das Privileg, am Namenstag ihres Patrons eine Kirmes abzuhalten. Damit nahm der noch heute jährlich stattfindende Dominikanermarkt, die in ganz Europa bekannteste Danziger Veranstaltung seinen Anfang.
Technisches Bauwerk / -Denkmal

Grosse Mühle
© Sfu, de.wikipedia.org
Grosse Mühle
im Mittelalter war die am Radaunekanal im Zentrum der Altstadt liegende große Mühle mit ihrem gewaltigen Spitzdach das größte technische Bauwerk Europas. Es war sowohl Getreidemühle als auch Speicher und Bäckerei. Heute ist in den gotischen Innenräumen ein Handelszentrum untergebracht und die großen Mühlsteine erinnern an die ursprüngliche Aufgabe des gewaltigen Gebäudes.

Neptunbrunnen 2005
© Marco Grießhammer, de.wikipedia.org
Neptunbrunnen
der auf dem Langen Markt stehende Springbrunnen aus dem 17. Jahrhundert ist eines der wichtigsten Symbole Danzigs und zugleich ein Schmuckstück des weiten Marktes. Nach einer Danziger Legende war es Neptun, der zur Entstehung des berühmten Danziger Goldwassers beitrug: Neptun, der Gott des Meeres, sehr verärgert darüber, dass die Leute Geldstücke in den Brunnen warfen, schlug mit seinem Dreizack in das Wasser. Die Geldstücke zersprangen in unzählige kleine Goldplättchen und schmücken seitdem mit ihrem Glanz den bekannten Kräuterlikör aus Danzig.
Kunstmuseum

Äbtepalast zu Oliva
© M.Minderhoud, de.wikipedia.org
Äbtepalast zu Oliva
der Abtpalast in Oliva ist Sitz der Abteilung Moderne Kunst des Nationalmuseums. Die „Galerie Polska” zeigt Werke der polnischen Kunst nach 1945. Gegenwärtig verfügt der Abtpalast über etwa 300 Werke der hervorragendsten polnischen Künstler.
Spezial- / Themenmuseum

Nationalmuseum
© Stako, de.wikipedia.org
Nationalmuseum
das teilweise umgebaute Gebäude des ehemaligen Franziskanerklosters an der Trinitatiskirche beherbergt das Nationalmuseum, in dem Kunstwerke der flämischen, polnischen und Danziger Malerei, Danziger und nordeuropäische Möbel, Keramik, Goldschmiedearbeiten, Zinngefäße und Kunstschmiedestücke ausgestellt sind. Zweifellos ist das bekannteste Objekt im Museum das Werk, das geraubt und im 15. Jahrhundert vom Danziger Kaper Paul Benecke der Marienkirche geschenkt wurde: das dreiflügelige Gemälde von Hans Memling „Das Letzte Gericht“. Museale Sammlungen können auch im Abtspalast und im Abtsspeicher in Oliva bewundert werden.
Solidarnosz-Museum
die faszinierende multimediale Ausstellung „Wege in die Freiheit“ im historischen BHP-Saal der Danziger Werft, in der Nähe des Werftarbeiter-Denkmals zeigt die sehr stürmischen Ereignisse der letzten 25 Jahre – den Kampf der Polen um Freiheit und Gerechtigkeit. Hier sind unter anderem die berühmten Tafeln mit den 21 Forderungen vom August 1980 zu sehen. Die UNESCO entschied, diese handgeschriebenen Tafeln in die „Liste des Weltgedenkens“ als außerordentliches Dokument mit besonderem gesellschaftlichen und menschlichen Wert und mit bedeutendem Einfluss auf die Geschichte Europas aufzunehmen. Teile der Berliner Mauer und das Stück der Mauer, über die Lech WaΠ´sa einst sprang, um auf das Werftgelände zu seinen streikenden Kollegen zu gelangen, erinnern an Beginn des Weges zur Freiheit in unserem Teil Europas.

Uphagenhaus
© Starscream, de.wikipedia.org
Uphagenhaus
das in der Langgasse stehende Bürgerhaus im Stil des Rokoko und Klassizismus war einst Wohnhaus des Stadtrates und Schöffen J. Uphagen. Gegenwärtig ist im Haus das Museum für bürgerliche Wohnausstattung untergebracht, in dem die reiche und prunkvolle Ausstattung des ehemaligen Bürgerhauses bewundert werden kann. Bei einem Gang durch die sorgfältig erneuerte Diele, das große und kleine Esszimmer, das Musikzimmer und die Küche fühlt sich der Besucher in das Ende des 18. Jahrhunderts zurückversetzt.
Friedhof
Friedhof der nichtexistierenden Friedhöfe
das in seiner Aussage außergewöhnliche und in seiner Form interessante Denkmal soll an die nicht mehr in Danzig bestehenden Friedhöfe erinnern, die durch die Stürme der Geschichte und Kriege zerstört wurden. Erbaut wurde das Denkmal zur Erinnerung an alle Namenlosen aller Konfessionen und Nationalitäten, die in Danzig lebten und starben. Dieser einmalige, sehr rührende Friedhof knüpft symbolisch an den Grundriss einer Kirche an, die von lebenden Bäumen, Steinsäulen in Form lebloser aufgerissener Baumstämme und einer auf den Überresten alter Grabsteine gestützten Granitplatte als Opferaltar gebildet wird bei.
Straßen / Plätze

Frauengasse, Blick vom Frauentor zur Marienkirche, rechts Beischläge
© Hajotthu, de.wikipedia.org
Frauengasse
die stille Gasse mit ihrem romantischen Flair zieht seit Jahrhunderten Künstler an. Diese Gasse, die ihren Anfang nimmt an der Marienkirche und mit dem Frauentor an der Langen Bücke endet, ist ein außerordentliches Beispiel für die einstige Bebauung der Stadt Danzig. Die schmalen Häuser mit ihren Beischlägen und den reichverzierten Fassaden bewohnten einst reiche Kaufleute und Goldschmiede. Heute haben unzählige Juweliere und Galerien mit schönem Bernsteinschmuck ihren Sitz in der Gasse. Danzig setzt die jahrhundertlange Tradition der Bernsteinverarbeitung fort und ist immer noch die Welthauptstadt des Bernsteins.
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